Über coma

„Wir müssen jetzt etwas Konkretes tun.“ – Mit diesem Credo gingen während des Corona Lockdown Anfang April 2020 vier Männer daran, ein Online-Gesprächsangebot für Männer, die unter Druck stehen, auf die Beine zu stellen. Ziel war, ein ehrliches, offenes und besonnenes Miteinander zu schaffen, trotzdem jeder Teilnehmer physisch an seinem eigenen Ort gefangen war. Es ging und geht um ein moderiertes Aussprechen und Zuhören von sonst nicht so leicht Sagbarem auf gleicher Augenhöhe. Das ist in unserem Videoforum möglich, wo Mann zwar sein Gesicht zeigt, um authentisch zu bleiben, aber seinen Namen nicht nennen muss.

Das COMA-Team sind vier Männer, die täglich in den Teams des Landesarbeitsgemeinschaft Jungen- und Männerarbeit Sachsen e.V., des Männernetzwerkes Dresden e.V. und der Bundesfach- und Koordinierungsstelle Männergewaltschutz arbeiten. Damit sind sie auf die eine oder andere Weise alle damit beschäftigt, den Schwierigkeiten des (nicht nur, aber besonders) für Männer schwer Sagbaren nachzuspüren, also Freuden, Ängsten, und Emotionen aller Art. Und, in der Corona-Zeit hing gerade bei Männern aufgrund des Mangels an Sozialkontakten emotional viel Unausgesprochenes in Köpfen und Herzen fest.

Hinter dem Video-Online-Forum steht auch die Überzeugung, dass Druck aller Art zwischen Menschen nur reduziert werden kann, wenn sie sich ehrlich und emotional, verständlich und auf Augenhöhe miteinander in Austausch begeben. Deshalb gibt es bei uns zwar Moderatoren, aber ansonsten nur persönliche Sichtweisen und Erfahrungen, und auch keine Experten für die Themen, die wir an jedem ersten Montag des Monats um 20.00 Uhr aufrufen.

Corona, Mann, Corona-Mann, COMA.